Moos

 

Wer kennt es nicht: Stylische Wohnzimmer-Dschungel, kunstvoll anmutende Hydroponik oder gar Bonsai. Zimmerpflanzen erfreuen sich großer Beliebtheit und auch ich besitze ein paar davon. Leider habe ich auch nicht für alle ein Talent und finanziell muss es ja auch passen. Deshalb heute ein kurzer Input zum Thema „Wohnung begrünen“ und zwar kostenfrei und mit Garantie für den „Grünen Daumen“. Und wie bereits im Titel angedeutet, der heutige Hauptgast: Moos!

Moose faszinieren mich schon seit meiner Kindheit als ich neugierig den heimischen Garten und die Wälder in aller Seelenruhe und oft den ganzen freien Tag lang erforscht habe – damals ging das noch ohne Smartwatch-Peilsender. Moose sind irgendwie anders, oder? Zumindest anders als die meisten anderen Pflanzen. Und: Sie sind wirklich hübsch und sehr pflegeleicht, sie gehen einfach nicht ein. Perfekt für Leute, die ihre Wohnung zwar mit echten Pflanzen begrünen wollen, sich jedoch an gekaufte oder sogar teuer erworbene Pflanzen nicht herantrauen, sei es aus finanziellen Gründen oder weil der grüne Daumen, die Erfahrung oder schlichtweg die Zeit oder Geduld fehlen. Und Schädlinge gibt es ja auch noch – Himmel, bewahre uns vor den Thripse!

Zurück zu den Moosen: Moose stammen von Algen ab und gehören zu den ältesten Pflanzen an Land. Sie sind wechselfeucht und können daher problemlos austrocknen, um sich dann – bei Wasserkontakt – wieder voll zu entfalten. Heißt: Wenn man mal vergisst zu gießen oder zu sprühen ist das gar kein Problem. Und da sie keine echten Wurzeln, sondern nur wurzelähnliche Strukturen zum „Festhalten“ ausbilden, benötigen sie auch kein spezielles Substrat.

Ein bisschen „Moos-Fotografie“, denn das Auge isst ja bekanntlich mit:

 

 

 

Für einen kleinen oder großen Moosgarten benötigt man lediglich ein Gefäß oder Gegenstand der Wahl. Das kann wirklich alles sein, ein Gurken- oder altes Goldfischglas, ein Blumentopf, eine Schale, ein größerer Stein oder ein Tablett. Auch ein Wandbild kann man mit Moos bekleben. Ganz einfach: Moos sammeln, platzieren, regelmäßig befeuchten – fertig. Klappt in Innen- sowie Außenbereichen. Hier mein aktuelles Beispiel, bestückt mit meinem liebsten Moos, dem Mauer-Drehzahnmoos und einigen anderen Moosarten:

 

 

Habt ihr auch Lust, einen Moosgarten zu pflanzen?
Für alle, die noch tiefer eintauchen wollen:

 

 

Bildatlas der Moose

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Bestimmungshilfe: Moose
Moose in Stadt und Garten.pdf
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Kommentare: 2
  • #1

    Queen All (Dienstag, 25 März 2025 07:41)

    Das ist mal eine richtig coole Idee und ich hätte sogar Moos zur Hand, das gerade noch die Mitbringsel aus Schwiegermamas Garten vor Austrocknung schützt. Was Zimmerpflanzen angeht, hab ich einen tiefschwarzen Daumen aber Efeututen überleben sogar mich. Und da man nur einen kleinen Ast von einer "Mutterpflanze" braucht, kostet die Vermehrung keinen Cent. Ein bisschen Abwechslung bei der Innenraumbegrünung wäre aber schön, also teste ich das Moos mal.

  • #2

    Daniel (Samstag, 29 März 2025 11:15)

    In der Tat inspirierend! :)

    Lieben Dank für den Impuls!